beiträge zur integration der künste und der wissenschaften und zu ihrer umsetzung in die pädagogische praxis
Über Kunst und ihre Botschaft im postmodernen Dschungel transkultureller Rätsel.
An dieser Stelle sollen nun drei Beispiele diskutiert werden, Bilder von Klaus Staeck, Gottfried Helnwein und Paolo Baratella, die das ästhetische Programm der Protestmalerei bis zum gesellschaftlichen Eklat getrieben haben.
Helnweins Bilder erwecken eine tiefere Angst vor sadomasochistischer Gewalt, vor Exzessen des Umgangs mit Menschen, die gequält werden, selbst quälen und dem Schrecken der Technik, der Medien oder dem Krankenhausterror ausgeliefert sind. Der Ekel, den seine superrealistischen Bilder vor allem Kranken, Abnormen, Deformierten in seiner hilflosen Auslieferung an gewaltsame Überformung auslösen, ist extremes Schockmittel im Sinne von Antonin Artauds Wirkungsästhetik.
"Malen ist sich wehren", sagt Helnwein über seine Motivation. Sein Thema der Bedrohung und Gefährdung scheint den Nerv der Zeit zu treffen, der Aufschrei, den das stumme Medium verschweigt, bricht in jedem Betrachter selbst aus und schlägt die empathische Brücke über die Grenzen von Klassen, Rassen und Kulturen hinweg.
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Gottfried Helnwein, Internationale Gesellschaft für Polyästhetische Erziehung, Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, Mozarteum, Salzburg