Helnwein ( presse )
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Gottfried Helnwein : Head of a Child
Taide, Finland.
by Hannu Rinne
The exhibition in the WA Museum of Art by the Austrian artist Gottfried Helnwein does not make you happy, but it does feel good - in a masochistic way. With his works Helnwein proves that under a sophisticated facade this world is a wretched place to live in. In an interview he says: "I know that individuals are poorly treated on this planet. They are being harmed and subdued. And all this is covered by optimistic propaganda. Far before I began painting I felt that humanity was in a dire state. The pain reaches out to everyone, even though it is rarely spoken of. Nonetheless everyone wants to overcome the pain, to transcend it." ... +
Gottfried Helnwein, one-man show, Wäinö Aaltonen Museum of Art, Turku, Finnland

Gottfried Helnwein : Hamletmaschine
Deutschlandradio
Kulturzeit - 9.05 Uhr
Heinz Benfitzsch
Ich hätte gern diese Vorstellung verlassen,...
Vor Jahren war Robert Wilson mit seiner Interpretation der HAMLETMASCHINE zu den Berliner Festwochen eingeladen.
Wilson bezwang den Text durch überstilisierten Ästhetizismus. Die Kritik feierte seinen Formalismus und sein Lichtdesign. Das Westberliner Schaubühnenpublikum (die Mauer stand damals noch) war begeistert von Wilsons gestylten Standbildern und seinem designten Licht. Den Urschrei in der HAMLETMASCHINE verspürte keiner. Diese HAMLETMASCHINE beunruhigte keinen. Fastfood für Intellektuelle, ohne Kanten und Tiefe, ohne die Wut des Autors.
Ein schöngeistiger Event, ohne den zerrissenen Background der Entstehungsgeschichte, ohne den "Ruf nach mehr Freiheit" aus dem "der Schrei nach dem Sturz der Regierung wird". Das beruhigende dieser HAMLETMASCHINE war, daß sie nichts wollte, außer anders sein.
Nun wieder HAMLETMASCHINE; die Mauer gibt es nicht mehr, die Berliner Festwochen immer noch, Robert Wilson ist Weltstar geworden und noch harmloser als er schon immer war.
Schon im Vorfeld löste diese Münchner Produktion Unruhe und Bewegung aus.
Grund war ein Bild, "Epiphanie", des Wiener "Blut und Schockmalers" Gottfried Helnwein, Teil seines Bühnenbildes für die Münchner HAMLETMASCHINE.
Die Witwe eines auf dem Helnwein-Gemälde abgebildeten SS-Offiziers versuchte in München gegen das Bild eine einstweilige Verfügung zu erwirken, der nicht stattgegeben wurde. Aufgrund von verschiedenen Bürgerinitiativen in Berlin verboten die "Berliner Festwochen" eines der beiden Plakate von Gottfried Helnwein um ihr "Highlight" HAMLETMASCHINE "nicht zu gefährden".
Auf dem Plakat ist das Opfer einer Gewalttat zu sehen, ein 10-jähriges Mädchen.
Noch bevor die Inszenierung in Berlin zu sehen war beschäftigten sich Medien, Bürger, Politiker und Rechtsanwälte damit. ... +

dpa
Theater/Kultur
Wegen des Auftritts des kleinen Mädchens Maria Denninghaus, das sich - inspiriert von einem Bild Helnweins - auf der Bühne nackt auszog und Spuren einer Vergewaltigung zeigte, wurden Buhrufe laut. Das gleiche Motiv war im Vorfeld der Aufführung als Ankündigungsplakat gedruckt, aber wegen Beschwerden von Kinderschutzvereinen zurückgezogen worden. ... +

Süddeutsche Zeitung
Rheinhard J. Brembeck
Gert Hof und die "Hamletmaschine"
Die Bühne: ein Gerüst-, ein Gefängnisbau, vollgestopft mit Fässern. Hier herrscht der nackte Realismus der Wohlstandsslums.
Ophelia tritt auf, ein kleines Mädchen, eine lichtumstrahlte Gestalt. Doch sie ist schon allzu wissend, hat all die fürchterlichen Deformationen schon hinter sich, die ein Mensch erleiden kann.
Deshalb nimmt sie in einem beklemmenden Schlußbild, vor dem Hintergrund von Gottfried Helnweins umstrittener Nazi-Marien-Jesuskind-Ikone "Epiphanie" (die der Inszenierung fast eine Einstweilige Verfügung eingebracht hätte), die Welt noch vor ihrer Schöpfung wieder zurück. ... +

Gottfried Helnwein :
Münchener Merkur,
Kultur.
Malve Gradinger
Münchener Muffathallen-Produktion und die Geschichte eines Bildes und einer Witwe. Finis eines gefährlich-absurden post(?)-faschistischen Vorspiels: Ingeborg Wünsche. Witwe eines SS-Mannes, hat von den angedrohten juristischen Schritten gegen Gottfried Helnweins "SS-Gruppenbild mit Madonna und Kind" (wir berichteten) schließlich abgesehen... ... +
Gottfried Helnwein, His painting "EPIPHANY I, The Adoration of the Magi" provokes a protest by the widow of former Hitler Aid, SS-officer Wünsche, who appears in the painting. Ingeborg Wünsche threatens to sue Helnwein.

Gottfried Helnwein : Epiphanie I, Adoration of the Magi
Süddeutsche Zeitung
Reinhard J. Brembeck
Nazi-Witwe fühlt sich durch Helnwein-Bühnenbild verunglimpft
"Wir werden eine Zensur dieses Stückes durch NS-Nachfahren nicht hinnehmen." In der Muffathalle brodeln die Emotionen.
Denn die für den kommenden Donnerstag angesetzte Premiere von Heiner Müllers "Hamletmaschine" scheint gefährdet. Weil Gottfried Helnweins Bühnenbild für die Schlußszene einen geradezu absurden Rechtsstreit auszulösen droht.
Denn Ingeborg Wünsche, die Witwe des im Bild "Epiphanie" vorne links stehenden Mannes in Naziuniform mit SS-Runen sowie Totenkopf auf der Mütze, fühlt durch dieses Gemälde Helnweins ihre Persönlichkeitsrechte "im äußersten Maße verletzt". Sie nennt das Bild "Fälschung".
Fälschung eines Photos, das Helnwein in den Beständen der Bayerischen Staatsbibliothek entdeckt hat. Dort sieht man statt Mutter Maria mit Kind Adolf Hitler.
Dieses Originalphoto zu veröffentlichen, das ihren Mann mit dem größten Schlächter der Menschheitsgeschichte zeigt - dagegen hätte Ingeborg Wünsche nichts einzuwenden.
Hitler jedoch durch Mutter mit Kind ersetzt zu sehen, das geht für sie zu weit. Schließlich könnte man da eine Art Kinderbegutachtung und Rassenwahn hineininterpretieren und das will Frau Wünsche auf keinen Fall. ... +

Süddeutsche Zeitung
Münchner Kultur
Reinhard J. Brembeck
Gert Hof gibt mit Heiner Müllers "Hamletmaschine" und Helnweins Bühnenbild in der Muffathalle sein hiesiges Regiedebüt
... +

Focus
Magazin
Skandalbild
Theaterstreit in München: Per einstweiliger Verfügung will die Rentnerin Ingeborg Wünsche die Aufführung von Heiner Müllers "Hamletmaschine" am kommenden Donnerstag im Kulturzentrum Muffathalle stoppen.
Das Bühnenbild für das Stück gestaltete der umstrittene österreichische Maler Gottfried Helnwein, 48. Er bearbeitete ein Foto, das Adolf Hitler im Kreis von SS-Leuten zeigt, indem er den Diktator durch eine Madonna ersetzte. Auf diesem Bild hat die Klägerin ihren verstorbenen Mann erkannt. Dessen Persönlichkeitsrechte würden mit der Veröffentlichung verletzt. Sie fordert eine optische Verfremdung.
Helnwein zeigt sich unnachgiebig: "Auf meine Bilder kommen keine Balken." ... +

Gottfried Helnwein : Fire-Man
Applaus
Kultur-Magazin
Axel Sanjosé
"Hamletmaschine" in der Muffathalle. Bühnenbild: Helnwein
(Cover-story)
Helnwein gestaltet das Bühnenbild zu Heiner Müllers "Hamletmaschine" in der Regie von Gert Hof
Die Schonungslosigkeit, mit der Helnwein den Täter-Opfer-Mechanismus thematisiert - sei es im Einfangen einer Athmosphäre der erbarmungslosen Kälte, - ruft Befremden und Abwehrreaktionen hervor, die sich des öfteren als Skandale niedergeschlagen haben...
Dagegen leuchtet die Affinität zwischen Helnwein und Heiner Müllers Hamletmaschine unmittelbar ein, nicht nur weil am Ende, wie es die Regieanweisung verlangt, Ophelia in Mullbinden eingeschnürt wird. Die gewalttätige Sprache des Ende 1995 verstorbenen Dramatikers und Regisseurs bohrt sich, statt wie bei Helnwein mit chirurgischrn Instrumenten, mit Worten ins Fleisch. Auch hier geht es um Opfer, allerdings um Opfer, die sich wehren und in der Wahl ihrer Mittel die Brutalität ihrer Umwelt widerspiegeln. ... +

Prinz
Kathrin Niemeyer
DIE HÖLLENMASCHINE
Hamletmaschine von Heiner Müller mit Helnwein, Hof und Les Tambours du Bronx
Es herrscht Krieg zwischen den Menschen. Die Sprache wird zur Waffe. Die deutsch-französische Koproduktion "Hamletmadchine" ist eine Expedition in ein modernes Inferno.
Heiner Müllers Stück über die gesellschaftliche Legitimation von Gewalt, einen zerrissenen Weltflüchtlimg namens Hamlet, eine ihren Hass herausbrüllende Ophelia (Opernsängerin Claudia Dennighaus) als verstörende Endzeitvision. Regie führt Gert Hof, der ehedem der DDR ihr erstes Rockspektakel mit der Band Pankow schenkte - das vom Kulturministerium höchstpersönlich abgesetzt wurde - und viele Projekte mit Blixa Bargeld und den Einstürzenden Neubauten verwirklichte. Das Ensemble des "Exorzismus eines Alptraums" ist die französische Kultband Les Tambours du Bronx.
Bühnenbild und Kostüme schuf Popartist und malendes Enfant Terrible Gottfried Helnwein. Hof will kein verschrobenes Intellektuellentheater machen. Er verspricht eine "Performance der Sinnne. Ein Triptychon aus Musik, Malerei und Licht."


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