Helnwein ( presse )
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SonntagsZeitung
Zürich
Brigitte Ulmer
Gottfried Helnwein: Provozierende Bilder gegen die Verdrängung
Helnwein verdrängt nicht, sondern setzt sich mit dem Wahnsinn auseinander. Er engagiert sich für den Rüstungsabbau, für ökologisches Bewusstsein und betreibt Vergangenheitsbewältigung. Wie zum Beispiel mit der riesigen Installation vor dem Museum Ludwig in Köln (ab nächster Woche in Lausanne zu sehen), die er zum Gedenken an die Reichskristallnacht vor zwei Jahren anfertigte und selber finanzierte. Auf der vier Meter hohen und hundert Meter langen Bilderstrasse waren Kindergesichter wie zur (KZ-)Selektion aufgereiht. "Ich wollte vor Augen führen, wie menschenverachtend das ist."
Seine Kunst als Beitrag zur Aufarbeitung der Geschichte, der Auseinandersetzung mit der Welt, in der wir leben. Helnwein sieht darin eine wichtige Funktion des Künstlers, nimmt Goya zum Vergleich, der sich mit den Greueln des Krieges auseinandersetzte, Shakespeare, in dessen Dramen "ein einziges Schlachten und Baden im Blut" sei: "Das machte er nicht, weil er zynisch ist, im Gegenteil. Er war sensibler und weniger fähig, das zu verdrängen, war weniger resigniert." Gerade weil Helnwein nicht bereit ist zu verdrängen und offenlegt, was Viele nicht sehen wollen, entrüstet er das Bürgertum. ... +

Gottfried Helnwein : der schöne Schrecken
Basler Magazin
Christian Scholz
Kunst im 20. Jahrhundert
Nach 1945 trumpft die Kunst umfänglich erst wieder mit der 68er Bewegung schockierend auf. Etwa in der Pop-Art. Etwa mit den Bildtafeln eines Roy Lichtensteins. Seine Arbeiten, wie auch die anderer Pop-Artisten, tendieren indes zu einer Ästhetisierung des Schreckens. Zitatförmig nimmt Lichtenstein etwa Comic-Motive vom Krieg auf. Doch die Darstellung oszilliert zwischen Wohlgefallen an der Szenerie und Kritik an der Szenerie. Ähnlich ambivalent erscheinen die zahlreichen Drucke von Andy Warhol zum Thema "Kennedy-Mord".
Der wirkliche Schrei, Signum einer Vorkriegsepoche, taucht nicht mehr auf. Ausnahme von der Regel sind die Werke von Gottfried Helnwein. Sie zielen nochmals auf die Scham- und Peinlichkeitsschwelle. Oder sie machen aus dem täglichen Schrecken im Fernsehen ein formatfüllendes Standbild, ("Das Wunder I", 1980, "Das Lied I", 1981). ... +
Otto Dix, Pablo Picasso, Gottfried Helnwein, Roy Lichtenstein, Salvador Dali

Die Presse
Linda Zamponi
Mit Johann Kresniks "Macbeth" im Ronacher startet "Tanz 92"
In dem Wiener Maler und Aktionisten Gottfried Helnwein hat Kresnik den kongenialen Ausstatter. Ein blutroter Vorhang, davor ein Wassergraben, die kalkweiß ausgeleuchtete Bühne schließt den Hintergrund mit einem bedrohlich hohen Metalltor, durch das der Tod kommt und geht. Die gesichtslose Gestalt, die jede Szene beendet, leert emotionslos Kübel um Kübel Menschenblut in den Graben, zum Schluß wird es eine Badewanne voll sein, die sie fein säuberlich von der Blutspur des Verbrechens reinigt und ihre Hände in Unschuld wäscht. ... +
Gottfried Helnwein, Bühnenbild und Kostüme zu Shakespeares "Macbeth", Choreographie: Hans Kresnik

Charity
Katja Behrens
Seit den frühen 70er Jahren schon spielt das KIND eine Hauptrolle in Helnweins Kunst; das geschundene, verletzte, bedrängte Kind in unserer Gesellschaft. Es sind die Narben und Verbände, die medizinischen Instrumente, die Schläuche und die Annäherungen der Erwachsenen, die die Kinder seiner Bilder deformieren. Sie fügen ihnen sichtbaren Schaden zu; von den "inneren Verletzungen" ganz zu schweigen. ... +

Gottfried Helnwein : Selection - Ninth of November Night
Coopération
Bâle
Françoise Jaunin
La violence tragique du souvenir
Pour la première fois, mais simultanément en trois lieux différents, l'Autrichien Gottfried Helnwein expose en Suisse: à Bâle, Berne et Lausanne. ... +

Basler Magazin
Sigmar Gassert
Helnwein-Ausstellung
Kunst tritt hier ebenso aggressiv wie ihre Themen und ebenso nachromantisch lebenssehnsüchtig wie ihre Intention auf. Wer vor den Bildern steht, wird unvermeidlich zur emotionalen Identifikation gezwungen. Er leidet mit den Opfern und empfindet sich selbst als Machtmensch. Täter und Opfer in einem wird man durch den hinterhältig angestifteten Diskurs aus Übertragung und Gegenübertragung. Dabei sind die Unschuldigen wie die Schuldigen geradezu liebevoll heiligenhaft mit einer unendlichen Geduld gemalt. Neben den Greueln der Gegenwart von Gewalt geraten selbst eigentliche Interieur-Bilder, Familienszenen mit Kindern, zu Thrillern. So geschickt listig entblösst wird da die mal arme, die mal reiche neubürgerliche Innerlichkeit verfremdet und desillusioniert.
"Der freundliche Mensch", so Heiner Müller über Gottfried, hält allem und jedem den Spiegel der Schrecken des Jahrhunderts vor. ... +
Bilder von Gottfried Helnwein in der Galerie Lilian Andre' in Basel

Gottfried Helnwein : Dance of the Ape III
L'Hebdo
Jean-Claude Péclet
Pour que l'homme apprenne un jour à devenir responsable, Helnwein fouille à vif la mémoire de l'Europe.
«Les sous-fifres du nazisme se contentaient de résoudre des problèmes dans leur coin, sans se préoccuper du reste. Mais que faisons-nous aujourd'hui face à la menace de Saddam Hussein? Certains parlent d'envoyer des bombes, d'une intervention ciblée... Toujours la tentation de résoudre un problème. Techniquement, sans regarder au-delà.» ... +
Exposition Gottfried Helnwein

Gottfried Helnwein :
Die Welt
Hartmut Regitz
Kresniks "Marat/Sade": Stuttgarts Intendant sieht "befruchtende Wirkung"
Er legt das Stück"wie eine Blaupause auf die Realität" (so Bühnenbildner Gottfried Helnwein) und verfremdet damit die Vorlage auf eine Weise, die durch die Überlappung zweier Revolutionen überraschende Erkenntnisse ermöglicht.
Was 1789 in Paris geschah, was sich 1989 in der DDR ereignete, lässt sich in der Tat aufeinander beziehen, und die Folgen, die Marat vor der Nationalversammlung anprangert, der Reichtum der Reichen, die an jeder Revolution stets gut verdient haben, und das Konsumdenken des Volkes, das weniger die Freiheit als Bananen wählt; Das kann einen durch eine aktuelle Aufführung schon nachdenklich machen - selbst wenn sie sich in ihren Einfällen bisweilen vergreift...
Helnwein hat Kresnik zwischen zwei einstürzenden Neubauten in kaltem Weiss eine Schräge gebaut, auf der die Menschen immer wieder ausgleiten und gegen die die Wände knallen. Hoch über dem Geschehen schwebt Jaques Roux (Werner Prinz) und bläst zwischendurch auf der Trompete wie zum Jüngsten Gericht. Gleich zu Anfang stürzt Charlotte Corday aus einem Fenster (Yvonne Devrient), schneidet sich erst ins Fleisch, um später über die stuhlbedeckte Bühne zu kriechen. Duperret wiederum, ihr Trainingspartner, turnt auf dem Sims herum, während sich im blutrot ausstaffierten Proszenium Marquis de Sade (Claus Boysen, der seinen nackten Bauch zu Markte trägt) und Hospitz-Direktor Coulmier (Carsten Otto) am sinnenfrohen Spektakel weiden. Dazwischen Peter Rühring als krätziger Marat, der sich vergebens gegen die Massen auflehnt und am Ende einen Liebestod im Delirium erleidet - bevor auf dem Bildschirmen ein Werbespot die absolute Säuberung verheisst. ... +

Gottfried Helnwein : Hans Kresnik and G. Helnwein
Stuttgarter Zeitung
Maria Ossowski
Premiere im Stuttgarter Schauspielhaus
Der als Fotorealist bekanntgewordene Wiener Künstler Gottfried Helnwein schuf das Bühnenbild zu Kresniks Inszenierung. "Meine Bildideen scheitern oft and der Zweidimensionalität, fürs Theater kann ich vom Make-up übers Bühnenbild bis zum Plakat alles entwerfen, das kommt meinen künstlerischen Vorstellungen am nächsten." Seine Ideen schufen den Akteuren anfangs grosse Probleme. Er entwarf als Bühne eine Schräge, im 60-Grad-Winkel, für die man die Schauspieler eigentlich hätte anseilen müssen, und flachte sie dann auf 26 Grad ab. " Aber die Schauspieler sind immer noch ziemlich ausser Atem." ... +

Gottfried Helnwein :
Medizin+Kunst
2. Jahrgang
F.S.
Der Maler des Menschen als Opfer in seiner Qual
Helnwein zeigt wie nur wenige Künstler in schonungsloser Offenheit und Direktheit den Menschen als Opfer in seiner Qual -- ausgeliefert einer Umwelt voller Bedrohungen. Damit fügt er sich ein in die Reihen so bekannter Maler wie Pieter Breughel, Egon Schiele oder Francis Bacon, die er letzlich in bezug auf ungeschminkte, überzeichnete Darstellungsformen noch weit übertrifft. ... +


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