Helnwein ( presse )
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Gottfried Helnwein :
profil
Wien
Horst Christoph
Interview. Gottfried Helnwein über seine späte Entdeckung der Renaissance und den Performance-Künstler Muhammad Ali.
Helnwein: "Mich hat der ganze Kulturbetrieb nicht interessiert. Ich war als Kind von Comics fasziniert, und den Rolling Stones und Jimi Hendrix, und ich habe mir immer gesagt, so müsste man auch malen können. Ich habe natürlich am Anfang Bilder gemacht, die ausgestellt werden sollten, aber ich habe immer das Gefühl gehabt, dass das noch nicht alles sein kann."
"Mich hat immer Unzufriedenheit mit dem, was ich gerade mache, weitergebracht. So habe ich Anfang der achtziger Jahre einen radikalen Schnitt vollzogen. Und ich bin mit meiner Familie nach Deutschland gegangen - auf Distanz zum Bekannten, Vertrauten. Ich habe dabei eine ungeheure Freiheit empfunden und schlagartig anders gemalt. Erst aus der räumlichen und zeitlichen Distanz ist mir auch das Österreichische in meiner Arbeit bewusst geworden, und habe ich es kritisch weiterentwickeln können." ... +
Gottfried Helnwein, Installation and one-man show, Museum of Lower Austria

Gottfried Helnwein :
San Francisco Chronicle
Kenneth Baker
Art viewers who consider themselves shockproof should take a look at German painter Gottfried Helnwein's show... ... +
Gottfried Helnwein, ONE MAN SHOW AT MODERNISM GALLERY, SAN FRANCISCO, 1998.

Unikankare kuvataide
Finland
Virpi Wuori
Teksti: Virpi Wuori Kuva: Gottfried Helnwein
Unikankare haastatteli itävaltalaista taidemaalari ja valokuvaaja Gottfried Helnweinia Wäinö Aaltosen museossa ennen hänen retrospektiivisen näyttelynsä avajaisia. Teema, johon Helnwein palaa aina uudelleen, on ihmisen julmuus ja toisaalta haavoittuvuus, fyysinen ja psyykkinen kipu, jonka yhtenä symbolina hän käyttää teoksissaan kylmiä metalli-instrumentteja pehmeän ja haavoittuvan ihon rinnalla. "Työni lähtökohtana on dialogi katsojan kanssa. Jos olisin yksin autiolla saarella, maalaamisessa ei olisi mitään mieltä. Haluan vaikuttaa kuvillani ihmisiin. Siksi aikakauslehdet ja etenkin suuret ulkojulisteet ovat olleet minusta tärkeä kanava saada kuvani niin monien ihmisten ulottuville kuin mahdollista." Niinpä Helnwein on johdonmukaisesti kiinnostunut esittelemään taidettaan myös tietoverkossa. ... +

Turun Sanomat, Finland.
Kimmo Lilja
"My works are questions, not answers", says the Austrian, Gottfried Helnwein, time and time again focusing on the most sore points of contemporary, general and private history. ... +
Gottfried Helnwein, Wäinö Aaltonen Museum of Art, Turku, Finland

Gottfried Helnwein : Helnwein-Retrospektive
Abo Underrätteiser, Finland
The child has grown into a world famous artist. But he has carried his questions with him. Today opens a large retrospective exhibition of Helnwein's art in Waino Aaltonen Museum of Art in Turku. The exhibition contains aquarels, oil paintings, drawings and photographs. They have often caused controversies by dealing with subjects that are all too sensitive. ... +
Gottfried Helnwein, Wäinö Aaltonen Museum of Art, Turku, Finnland

Gottfried Helnwein : Helnwein working on "Head of a child 2"
Kronenzeitung
Wien
Marga Swoboda
In den siebziger Jahren hat der Maler Gottfried Helnwein mit seinen Bildern von gequälten, mißbrauchten Kindern ein Tabu gebrochen. Die Bilder schockieren noch immer, obgleich wir hier nur Porträts ausgewählt haben. Sie tun dennoch weh. Sie machen den wirklichen Schmerz vorstellbar: den Schmerz der gequälten und mißbrauchten Kinder. ... +

Gottfried Helnwein : Head of a Child
Taide, Finland.
by Hannu Rinne
The exhibition in the WA Museum of Art by the Austrian artist Gottfried Helnwein does not make you happy, but it does feel good - in a masochistic way. With his works Helnwein proves that under a sophisticated facade this world is a wretched place to live in. In an interview he says: "I know that individuals are poorly treated on this planet. They are being harmed and subdued. And all this is covered by optimistic propaganda. Far before I began painting I felt that humanity was in a dire state. The pain reaches out to everyone, even though it is rarely spoken of. Nonetheless everyone wants to overcome the pain, to transcend it." ... +
Gottfried Helnwein, one-man show, Wäinö Aaltonen Museum of Art, Turku, Finnland

Gottfried Helnwein : Hamletmaschine
Deutschlandradio
Kulturzeit - 9.05 Uhr
Heinz Benfitzsch
Ich hätte gern diese Vorstellung verlassen,...
Vor Jahren war Robert Wilson mit seiner Interpretation der HAMLETMASCHINE zu den Berliner Festwochen eingeladen.
Wilson bezwang den Text durch überstilisierten Ästhetizismus. Die Kritik feierte seinen Formalismus und sein Lichtdesign. Das Westberliner Schaubühnenpublikum (die Mauer stand damals noch) war begeistert von Wilsons gestylten Standbildern und seinem designten Licht. Den Urschrei in der HAMLETMASCHINE verspürte keiner. Diese HAMLETMASCHINE beunruhigte keinen. Fastfood für Intellektuelle, ohne Kanten und Tiefe, ohne die Wut des Autors.
Ein schöngeistiger Event, ohne den zerrissenen Background der Entstehungsgeschichte, ohne den "Ruf nach mehr Freiheit" aus dem "der Schrei nach dem Sturz der Regierung wird". Das beruhigende dieser HAMLETMASCHINE war, daß sie nichts wollte, außer anders sein.
Nun wieder HAMLETMASCHINE; die Mauer gibt es nicht mehr, die Berliner Festwochen immer noch, Robert Wilson ist Weltstar geworden und noch harmloser als er schon immer war.
Schon im Vorfeld löste diese Münchner Produktion Unruhe und Bewegung aus.
Grund war ein Bild, "Epiphanie", des Wiener "Blut und Schockmalers" Gottfried Helnwein, Teil seines Bühnenbildes für die Münchner HAMLETMASCHINE.
Die Witwe eines auf dem Helnwein-Gemälde abgebildeten SS-Offiziers versuchte in München gegen das Bild eine einstweilige Verfügung zu erwirken, der nicht stattgegeben wurde. Aufgrund von verschiedenen Bürgerinitiativen in Berlin verboten die "Berliner Festwochen" eines der beiden Plakate von Gottfried Helnwein um ihr "Highlight" HAMLETMASCHINE "nicht zu gefährden".
Auf dem Plakat ist das Opfer einer Gewalttat zu sehen, ein 10-jähriges Mädchen.
Noch bevor die Inszenierung in Berlin zu sehen war beschäftigten sich Medien, Bürger, Politiker und Rechtsanwälte damit. ... +

dpa
Theater/Kultur
Wegen des Auftritts des kleinen Mädchens Maria Denninghaus, das sich - inspiriert von einem Bild Helnweins - auf der Bühne nackt auszog und Spuren einer Vergewaltigung zeigte, wurden Buhrufe laut. Das gleiche Motiv war im Vorfeld der Aufführung als Ankündigungsplakat gedruckt, aber wegen Beschwerden von Kinderschutzvereinen zurückgezogen worden. ... +

Süddeutsche Zeitung
Rheinhard J. Brembeck
Gert Hof und die "Hamletmaschine"
Die Bühne: ein Gerüst-, ein Gefängnisbau, vollgestopft mit Fässern. Hier herrscht der nackte Realismus der Wohlstandsslums.
Ophelia tritt auf, ein kleines Mädchen, eine lichtumstrahlte Gestalt. Doch sie ist schon allzu wissend, hat all die fürchterlichen Deformationen schon hinter sich, die ein Mensch erleiden kann.
Deshalb nimmt sie in einem beklemmenden Schlußbild, vor dem Hintergrund von Gottfried Helnweins umstrittener Nazi-Marien-Jesuskind-Ikone "Epiphanie" (die der Inszenierung fast eine Einstweilige Verfügung eingebracht hätte), die Welt noch vor ihrer Schöpfung wieder zurück. ... +



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