![]() |
| ||||||||
![]() |
|
18. octobre 1986
Mittelrhein Museum, Koblenz - Leopold Hoesch Museum, Düren
text by Dorothea Eimert, Hans Dichand and Kurt Eitelbach.
Kurt Eitelbach
Mittelrhein Museum, Koblenz
GOTTFRIED HELNWEIN
one-man show
exhibition-catalogue
Mittelrhein Museum, Koblenz Leopold Hoesch Museum, Düren Galerie Würthle, Wien, |
||
|
||||||
|
Kurt Eitelbach, Direktor des Mittelrhein-Museums, Koblenz
One man show
18.Oktober 1986 - 23.November 1986 |
||||||
|
|
||||||
|
Qui n`a pas de folie n`est pas aussi sage
qu`il croit. Wer nicht ein bisschen verrückt ist, ist nicht ganz so weise, wie er glaubt. La Rochefoucauld |
||
|
Sehr geehrter Herr Helnwein,
die große, selbst ihren Freunden kaum verständliche Überraschung, war Ihr Verlassen Wiens. Dieser Stadt, in der Sie künstlerisch daheim waren, die Ihren Werdegang, Ihren steigenden Ruhm gesehen hatte. Es war ein Wegzug aber nicht nur aus Wien: es war ein "Servus" an Österreich überhaupt. Und nicht nur das: Sie vertauschten die Großstadt, die für ihr blühendes Künstlerleben, für ihre " vitale Atmosphäre " bekannt ist, mit einem kleinen Ort am Rhein, mit einer Burg, die in ihrer steilen Lage sich von ihrer Umgebung isoliert... |
||
|
Dorothea Eimert, Leopold-Hösch-Museum, Düren
One man show
29. März 1987 - 03. Mai 1987 . Die Befreiung aus den Fesseln der Vergangenheit, der Rückzug in die Stille und Besinnlichkeit hat bei Helnwein einen Arbeitsrausch hoher schöpferischer Güte ausgelöst. Sensibler und leiser, aber um so intensiver und kraftvoll formuliert er sein Thema vom verletzten und verwundeten Menschen, von seinen Leiden, seiner Sprachlosigkeit und von seiner Einsamkeit. Immer wieder konterveit Helnwein sich selbst als Verwundeten, mit Mullbinden Verbundenen, als Kopf mit eingeschnürten Sinnesorganen, als jemand, der nichts mehr in sich aufnehmen und nichts mehr von sich geben kann. Die jüngste, vielteilige Reihe mit Selbstportraitköpfen erschein wie ein Befreiungsakt in die Welt der farbenfreudigen Abstraktionen und differenziert schillernden Monochromie. Die Ohnmacht vor dem Destruktiven, Unangenehmen und Hässlichen, die Helnwein in seinen realistischen Bildern verdeutlicht, führt in den neuen Selbstportraits zur Auflösung in den abstrakten Farbrausch. |
||
|
|
||||||
|
Hans Dichand, Galerie Würthle, Wien
One man show
15. January 1987 - 28. February 1987 . "MALEN HEISST SICH WEHREN. IMMER EINE ANTWORT AUF ETWAS." HELNWEIN Als vor einigen Jahren Gottfried Helnweins Werke im Wiener Pressehaus vorgestellt wurden, protestierte der Betriebsrat. Von keiner Gesellschaft, von keiner Klasse, wird neue Kunst akzeptiert, immer nur von einzelnen. Stets gibt es anfänglich Widerstand, weil es in jeder etablierten Gesellschaft an kultureller Beweglichkeit fehlt, das Neue zu erkennen und akzeptieren. Bei Helnwein, der durch seine Bilder konventionelle Verletzlichkeit in einem ganz besonderen Maße provoziert, war die Ablehnung auch entsprechend extrem. "Blut- und Narbenmaler" nannte man ihn. Er hat sich dennoch durchgesetzt. Heute ist Gottfried Helnwein weltbekannt und als Künstler entsprechend eingestuft. Die jetzige Ausstellung zeigt, dass er ein Suchender geblieben ist, einer der nach Sturm und Drang Extreme hinter sich gelassen hat, ohne künstlerische Kraft eingebüßt zu haben. Nach wie vor gilt seine Aussage: "Malen ist sich wehren. Immer eine Antwort auf etwas." |
||
| 18. octobre 1986 | Mittelrhein Museum, Koblenz - Leopold Hoesch Museum, Düren | Kurt Eitelbach | |
|
| ACTUALITÉ [ Mise à jour ] | ARTISTE [ Atelier Biographie >Expositions Collections Bibliographie ] | ŒUVRES [ selected Works ] | ESSAIS [ Sélection d'auteurs Textes français Textes internationaux ] | PRESSE [ Sélection d'articles Presse française Presse internationale Internet ] | CONTACT [ Livre d'or Mél Liens ] |