Helnwein ( texte )
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FAZ
Antje Vollmer

Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages

Antje Vollmer: Zur Sloterdijk-Debatte
Die Reihe der großen Namen ist lang, die in den letzten Jahren in Verdacht und Verruf gerieten.
Botho Strauß, Anselm Kiefer, Martin Walser, Hans Magnus Enzensberger, Gottfried Helnwein, Peter Handke
- ihnen allen wurde "gefährliches Denken", Abdriften in "Untiefen" oder "Fischen im Trüben" vorgeworfen, wenn man sie nicht gleich verdächtigte, "faschistoid" zu denken, zu malen oder zu schreiben. ... +
Antje Vollmer: Zur Sloterdijk-Debatte. Berlin, 27.09.1999

Gottfried Helnwein : Finishing touches to "Angels Burning"
Niederösterreichisches Landesmuseum
Katalog zur Installation in der Dominikanerkirche Krems, 13.6. - 31.8. 1999
Peter Zawrel

Direktor des Niederösterreichischen Landesmuseums

Apokalypse, eine Installation von Gottfried Helnwein in der Dominikanerkirche in Krems
Zum Wesen der Apokalypse gehört die Zuspitzung aller Gegensätze, die unbedingte Herbeiführung einer Entscheidung. Der Erzengel Michael stürzt den Drachen Satan zur Erde, womit zwar im Himmel der Kampf gegen das Böse entschieden ist, auf Erden jedoch erst jenes Inferno ausgelöst wird, welches Voraussetzung für den Weg durchs Gericht in das "Neue Jerusalem" ist. Für die Ausstellung in der Kremser Dominikanerkirche - zweifelsohne ein Ort, der aufgrund seiner Aura und kulturhistorischen sowie kultischen Bedeutsamkeit die Intensität von Helnweins Bildern noch zu steigern vermag - hat Helnwein verschiedene vorhandene Werke, zurückgehend bis 1986, unter einem bestimmten Aspekt neu gruppiert und mit neuen, für die Ausstellung fertiggestellten Bildern ergänzt. Der von ihm gewählte Titel "Apokalypse" erschließt sich nicht über die Umgangssprachliche Verwendung des Wortes, sondern nur über seine tatsächliche Bedeutung im Sinne von "Offenbarung der letzten Dinge". Diese sind schrecklich, und in Helnweins Bildern führt kein Weg aus der Finsternis der Beklemmung, die sie bewirken. ... +

Gottfried Helnwein :
project @ the mint
Henry Place, off Henry Street, Dublin 1
Ireland
A Theatre of Cruelty Season
Project Arts Centre ... +

Unikankare kuvataide
Finland
Virpi Wuori
Teksti: Virpi Wuori Kuva: Gottfried Helnwein
Unikankare haastatteli itävaltalaista taidemaalari ja valokuvaaja Gottfried Helnweinia Wäinö Aaltosen museossa ennen hänen retrospektiivisen näyttelynsä avajaisia. Teema, johon Helnwein palaa aina uudelleen, on ihmisen julmuus ja toisaalta haavoittuvuus, fyysinen ja psyykkinen kipu, jonka yhtenä symbolina hän käyttää teoksissaan kylmiä metalli-instrumentteja pehmeän ja haavoittuvan ihon rinnalla. "Työni lähtökohtana on dialogi katsojan kanssa. Jos olisin yksin autiolla saarella, maalaamisessa ei olisi mitään mieltä. Haluan vaikuttaa kuvillani ihmisiin. Siksi aikakauslehdet ja etenkin suuret ulkojulisteet ovat olleet minusta tärkeä kanava saada kuvani niin monien ihmisten ulottuville kuin mahdollista." Niinpä Helnwein on johdonmukaisesti kiinnostunut esittelemään taidettaan myös tietoverkossa. ... +

TURUN KAUPUNKI
Kulttuurilautakunta
Anita Nyberg

Hallintopäällikkö

KULTTUURILAUTAKUNNAN LISÄMÄÄRÄRAHA VUODELLE 1998
Kulttuurilautakunta on 19.12.1996 § 281 hyväksynyt
saksalaisen taiteilija Gottfried Helnwein näyttelyn
järjestämisen Wäinö Aaltosen museossa. Näyttelyajak-
si oli varattu 24.9.-23.11.1997. Näyttely jouduttiin
siirtämään Turun kulttuuritoimesta ja Wäinö Aaltosen
museosta riippumattomista syistä. Gottfried ja
Renate Helnweinin vieraillessa Turussa 17.-19.9.1997
onnistuttiin näyttelylle neuvottelemaan uusi aika
29.9.-22.11.1998. ... +

... +

Gottfried Helnwein : Kindskopf (Head of a Child)
Evgenija Petrova
Chief curator, State Russian Museum St Petersburg
The State Russian Museum St. Petersburg

Palace Edition

The Ludwig Donation
"Child's Head", 1991, Oil and acrylic on canvas, 650x403.5
Pg. 278
The early stages of this monumental head can be seen in Helnwein's widely varied portrayals from the seventies of suffering children, but above all in the Cologne installation of anonymous children's portraits "9th November Night" from 1988.
The human face, in particular the child's face, is of great fascination for Helnwein and consequently accounts for one of his central pictorial subjects. The monumental face of a little girl which is introduced here is, as it were, representative of all children. In our adult society oriented towards profit and success, children can almost be described as a fringe group, their interests indeed being observed in a comparatively modest fashion. Against this background, this monumentalizing of the face in connection with the hyperrealistic style of painting is to be understood as an oppressive irritation of our customary experience of perception.
Originally the child's head was shown in a Minorite church in Krems, Stein; in fact it was placed at the focal point of a huge early Gothic room which lent the picture a positively sacral tone. ... +

Gottfried Helnwein : Hamletmaschine
Deutschlandradio
Kulturzeit - 9.05 Uhr
Heinz Benfitzsch
Ich hätte gern diese Vorstellung verlassen,...
Vor Jahren war Robert Wilson mit seiner Interpretation der HAMLETMASCHINE zu den Berliner Festwochen eingeladen.
Wilson bezwang den Text durch überstilisierten Ästhetizismus. Die Kritik feierte seinen Formalismus und sein Lichtdesign. Das Westberliner Schaubühnenpublikum (die Mauer stand damals noch) war begeistert von Wilsons gestylten Standbildern und seinem designten Licht. Den Urschrei in der HAMLETMASCHINE verspürte keiner. Diese HAMLETMASCHINE beunruhigte keinen. Fastfood für Intellektuelle, ohne Kanten und Tiefe, ohne die Wut des Autors.
Ein schöngeistiger Event, ohne den zerrissenen Background der Entstehungsgeschichte, ohne den "Ruf nach mehr Freiheit" aus dem "der Schrei nach dem Sturz der Regierung wird". Das beruhigende dieser HAMLETMASCHINE war, daß sie nichts wollte, außer anders sein.
Nun wieder HAMLETMASCHINE; die Mauer gibt es nicht mehr, die Berliner Festwochen immer noch, Robert Wilson ist Weltstar geworden und noch harmloser als er schon immer war.
Schon im Vorfeld löste diese Münchner Produktion Unruhe und Bewegung aus.
Grund war ein Bild, "Epiphanie", des Wiener "Blut und Schockmalers" Gottfried Helnwein, Teil seines Bühnenbildes für die Münchner HAMLETMASCHINE.
Die Witwe eines auf dem Helnwein-Gemälde abgebildeten SS-Offiziers versuchte in München gegen das Bild eine einstweilige Verfügung zu erwirken, der nicht stattgegeben wurde. Aufgrund von verschiedenen Bürgerinitiativen in Berlin verboten die "Berliner Festwochen" eines der beiden Plakate von Gottfried Helnwein um ihr "Highlight" HAMLETMASCHINE "nicht zu gefährden".
Auf dem Plakat ist das Opfer einer Gewalttat zu sehen, ein 10-jähriges Mädchen.
Noch bevor die Inszenierung in Berlin zu sehen war beschäftigten sich Medien, Bürger, Politiker und Rechtsanwälte damit. ... +

Gottfried Helnwein : Fire-Man
Applaus
Kultur-Magazin
Axel Sanjosé
"Hamletmaschine" in der Muffathalle. Bühnenbild: Helnwein
(Cover-story)
Helnwein gestaltet das Bühnenbild zu Heiner Müllers "Hamletmaschine" in der Regie von Gert Hof
Die Schonungslosigkeit, mit der Helnwein den Täter-Opfer-Mechanismus thematisiert - sei es im Einfangen einer Athmosphäre der erbarmungslosen Kälte, - ruft Befremden und Abwehrreaktionen hervor, die sich des öfteren als Skandale niedergeschlagen haben...
Dagegen leuchtet die Affinität zwischen Helnwein und Heiner Müllers Hamletmaschine unmittelbar ein, nicht nur weil am Ende, wie es die Regieanweisung verlangt, Ophelia in Mullbinden eingeschnürt wird. Die gewalttätige Sprache des Ende 1995 verstorbenen Dramatikers und Regisseurs bohrt sich, statt wie bei Helnwein mit chirurgischrn Instrumenten, mit Worten ins Fleisch. Auch hier geht es um Opfer, allerdings um Opfer, die sich wehren und in der Wahl ihrer Mittel die Brutalität ihrer Umwelt widerspiegeln. ... +

Museum of Modern Art, Otaru, Japan
Exhibition catalogue
Evgenija Nicolaevna Petrova

Chief Curator of the State Russian Museum, St. Petersburg

The works of Gottfried Helnwein are technically classified as hyper-realism (surpassing super-realism) and at first glance are practically indistinguishable from photographs. Though realistic in terms of technique, most of Helnwein's works are characterized by metaphorical implications.
Among his works, for example, is a painting of a man blindfolded with a bandage around his head. Featured in magazines and newspapers worldwide, looking at this painting may have caused people to feel its unheard cry.
Throughout most of Helnwein's work is the basic principle of realism laced with metaphor. Viewed in this light, this basic principle can be considered, in a sense, metaphorical under the guise of realism. On the contrary, photographs by Helnwein look like paintings with implications. Included in all of Gottfried Helnwein's work, this basic principle demonstrates a reflection of the aesthetics of popular culture and irony, and represent Helnwein's major outlook on the world.
Gottfried Helnwein is endowed with perfect pitch and distinguished sense of contemporary issues. As a painter whose art deals with issues confronting human society, Helnwein creates a new standard of measuring modernism. ... +
Gottfried Helnwein, One-man Show at the Museum of Modern Art Otaru, Japan, 1996


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