Helnwein ( presse )
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Rhein-Neckar-Zeitung
Heide Seele
Gottfried Helnwein bei Friedman-Guinness in Heidelberg
"Manchmal kann man einfach nicht anders als hinschauen, staunen, glotzen, wenn das, was in den Blick, zugleich aus dem Rahmen fällt. Das ist dann meistens etwas Scheußliches, während das Schöne eher eine Verfeinerung des Vertrauten darstellt, die das Auge zwar erfreut, aber nicht bannt. Schaulust richtet sich seit altersher vornehmlich auf das Außergewöhnliche, Ungeschlachte, Häßliche". - Dieser Satz stammt von Karl Markus Michel. Wir fanden ihn in einem Buch über den Wiener Bildhauer Franz Xaver Messerschmidt mit dem Titel "Charakterköpfe", erschienen vor fünf Jahren im Beltz Verlag Weinheim.
Dieses Zitat könnte ebenso gut auf einen Landsmann des Barock-Bildhauers zutreffen, auf Gottfried Helnwein, der zur Zeit in Heidelberg weilt - nicht nur aus Gründen seiner Ausstellung in der Galerie Friedman-Guinness, nicht nur wegen des soeben über ihn in der Heidelberger Edition Braus erschienenen Buches, sondern auch wegen der Bühnenausstattung, die er für die neue Inszenierung von Hans Kresnik ("Macbeth"), deren Premiere für den 10. Februar anberaumt ist, entwirft. ... +

Nürnberger Zeitung
Nr. 152
Wan
Helnweins Projekt-Plan zur "Entarteten Kunst"
Im "Goldenen Saal" der ehemaligen Reichsparteitagstribüne auf dem Zeppelinfeld gab Helnwein jetzt über dieses facettenreiche Projekt aus Installation, Gesang, Maibild, Videoeffekte und Tanz erste Auskunft. Viele Ideen sind im Schwange, nur über wenige will er sprechen. So will er selbst einen Tanz mit mongoloiden Kindern, die die Nazis ehemals als minderwertig ansahen und ermordeten, einstudieren. Dieses Ballett des Leids soll an einer Katastrophenästhetik mitwirken, die die Perversion des Nazismus einmal nicht in Begriffen, sondern in direkter Wahrnehmung vor Augen führen soll. ... +

Gottfried Helnwein : Performance "Der Untermensch"
Weser Kurier
Spektakulärer Almauftrieb in der Kunsthalle zur Eröffnung der Helnwein-Ausstellung
"Ausstellungsoper", das ist ein Konglomerat von verschiedenen Elementen, von Bildern, Musik, Performance, Spontantheater und Video, die zu einem optisch wie akustisch bedrängenden Medienspektakel zusammenwirkten. Helnwein hat sich mit der gleichermaßen trivialen wie subtilen Ästhetik des Nationalsozialismus beschäftigt und versucht ihre Selbstentlarvung mit ihren eigenen Mitteln, wenn er zum Beispiel die Zuschauer mit dem ideologischen Gedankengut des Nationalsozialismus, etwa der Darstellung der "Gesäßformen der höheren und der niederen Rassen" oder dem deutschen Liedgut der Zeit über fünf Monitore in peinigender Penetranz konfrontiert. Oft sind es nur Wort- und Bildfetzen, die rhythmisch über die Bildschirme hämmern, begleitet von dem dumpf-leisen, zuletzt bis zum Dröhnen gesteigerten Sound der Patchwork-Gruppe, währenddessen vorn auf dem Podium zwei in deutsche Wehrmachtsuniformen gekleidete Köche ein pseudoreligiöses Meßritual zelebrieren. Schluß mit Knalleffekt - dann Stille: Von schwarz geschminkten Soldaten werden über die Treppe fünf Kühe hufdonnernd und hinter sich kleckernd in den Saal gezerrt. ... +

Morgenpost
Bremen
Isabelle Scholz
Helnwein-Ausstellung in der Kunsthalle
Kühe und Exkremente in den heiligen Räumen der Bremer Kunsthalle - Eine" Ausstellungsoper" - initiiert von Kunst-Schocker Gottfried Helnwein (38) ... +

Gottfried Helnwein : self-portrait as sub-human I
Stuttgarter Zeitung
Feuilleton
Gerhard Hesler
Wolfgang Bauer und Gottfried Helnwein in der Galerie Harthan
Ein Könner bricht mit seinem Können: mit einem spezifisch trivialen Fotorealismus, der soviel Empörung wie Aufsehen erregte. In der Galerie Harthan zeigt er bis zum 21. November Beispiele “reiner Malerei” aus diesem Jahr, große Hochformate in Öl und Acryl. Kultivierte Farbflächen mit vielsichtiger Abtönung, aufhaltsam monochrom angelegt – Farbsplitter halten den monochromen Zusammenklang auf. Unscharfe rote, blaue und grüne Streifen fallen in ungefährer Kopf-form, eine gebänderte Fechtermaske aus samtenem Schwarz. Das wandfüllende Diptychon “Selbstportrait Nr. 15 und 16” verhält sich am ruhigsten. In farbigem Schwarz und farbigem Weißgrau erkennt man jeweils eine Kopfkontur aus einer unten angeschnürten, ovalen Schlangenlinie. Kopfparaphrasen von maßvoll radikaler Sparsamkeit, solide nuanciert.
Jedes gemalte Einzelbild steht auch in einem zyklischen Medienzusammenhang. Helnwein arbeitet mit verschiedenen Medien, er malt nicht mehr fotorealistisch (sagt aber nicht: nie mehr), aber er übermalt Fotos. Auf dem Bildzwitter “Die Auferstehung” kehrt der bandagierte Kopf wieder, mit einer Mundklammer, die wie eine verrutschte Brille aussieht. Der altbekannte Gruselkopf hat gewonnen, er ist gewissermaßen zum tragischen Porträt geläutert, mit dem aufs Fotoschwarz gemalten Goyaschwarz, oder ein Antiporträt; der Speichelfaden, der aus dem Mund tropft, fällt aus jedem Porträtrahmen. ... +

Nürnberger Nachrichten
Nordbayrische Nachrichten - Fränkische Zeitung
W.F.
Gottfried Helnweins Projekt für Nürnberg
Zum fünfzigsten Jahrestag der Münchner Ausstellung "Entartete Kunst" plant der Maler Gottfried Helnwein ein spektakuläres Projekt in Nürnberg. An einem Tag im November will er im "Goldenen Saal" des einstigen Reichsparteitags-Geländes eine Kunstaktion gegen den Ungeist starten, der erwünschte Kunst verfemte, die Künstler verfolgte - und der auch nach dem Ende der Nazi-Herrschaft unterschwellig weiterlebt. ... +

Abendzeitung
Feuilleton
Helnwein, der - wie bereits berichtet - in Zusammenarbeit mit dem Regisseur Thomas Wördehoff und dem Schriftsteller Tobias Biancone für den 50. Jahrestag der Münchner NS-Schau "Entartete Kunst" im November am Nürnberger Originalschauplatz mit einer "begehbaren Skulptur" Antworten geben will auf Verdrängungsprozesse, plant eine Performance über der Schmerzgrenze: Neben einer Präsentation neuer Helnwein-Bilder zum Faschismus-Thema sollen in einer "Art Ausstellungs-Oper" der "Gesang der Arier", ein "Tanz der Untermenschen" und ein "Euthanasie-Ballett" mongoloider Kinder den Mythos aufbrechen. Helnwein ist sich bewußt, ein heikles Thema anzuschneiden ... +

ZYMA, Feuilleton, Kunstmagazin
Harry Steinkamp
Hinsehen und wiedererkennen. Dieser Reflex steht am Anfang der Auseinandersetzung mit den Arbeiten Gottfried Helnweins und ist zugleich programmatisches Element einer lesbaren Kunst. ... +
Gottfried Helnwein, one-man show

Gottfried Helnwein : The Silent Glow of the Avant-Garde I (triptych)
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Peter Gorsen
Die suggestiven Bildmontagen Gottfried Helnweins
In Wirklichkeit ist Helnwein kaum einzuordnen. Bei ihm findet sich ebenso ein kleinmeisterliches Werk skurril-phantastischer Zeichnungen in der Nachfolge von Redon und Kubin. Meist vergessen wird auch sein Engagement gegen autoritäre Erziehung, Wettrüsten, Verschmutzung der Umwelt und Psychiatrie. Helnwein hat die Motive und Formen der Populärkultur in teils karikierender, teils grotesk verfremdender Absicht verwendet. Sein penetranter Hypernaturalismus beunruhigt, grenzt an ironische Übertreibung. Die Brecht-Benjaminsche Maxime "Nicht an das gute Alte anknüpfen, sondern an das schlechte Neue" hat bereits seine Anfänge in den frühen siebziger Jahren bestimmt.
So wurde für ihn das grenzüberschreitende Arbeiten mit Mitteln ebenso der Fotografie, Comic strips, Science-fiction wie der realistischen Malerei eine selbstverständliche Konsequenz.
Helnwein hat den "ruhig theatralischen" Verzückungsgestus seines Selbstbildnisses mit der heroischen Haltung der leidenden Sebastians-Figur verglichen und beides zum Stigma des Künstlers im 20. Jahrhundert, einer quasi religiösen Erlöserfigur, verallgemeinert. Sein poetischer Bildtitel bringt den Betrachter zusätzlich auf die richtige Spur. Die optische Montage des modernen Künstlers als Schmerzensmann mit dem Landschaftsbild Friedrichs projiziert die gescheiterte Hoffnung der romantischen Rebellion auf die Gegenwart, auf das verinnerlichte, masochistisch gewordene Protestdenken der Moderne und ihre ästhetischen Grenzüberschreitungen. Kehrt die Romantik wieder? Nein, sie hat die Moderne in Wahrheit nie verlassen. Doch verengt und verinnerlicht sich ihre Rebellion in den irrationalen "Körpermetaphysiken" der zeitgenössischen Künstler auf das eigene Fleisch und Blut. ... +

Gottfried Helnwein : Gottfried Helnwein and Heiner Müller
DER TAGESSPIEGEL
Carla Rhode
Diskussion in der Volksbühne über "Gewalt, Antike, Sexualität."
Podiumsdiskussion mit Hans Neuenfels, Heiner Müller,Ernest Bornemann und Gottfried Helnwein.
...Zu vorgerückter Stunde gab es dann noch einen kleinen Höhepunkt, als Helnwein von der "Magie der Bilder " sprach und erstaunliche Reaktionen auf seine Hitler-Gemälde schilderte.
Plötzlich entstand so etwas wie Nähe zwischen ihm und dem Publikum.. ... +
Gottfried Helnwein, Diskussionsrunde in der Volksbühne, Berlin


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