Helnwein ( presse )
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Gottfried Helnwein : "Triumph der Wissenschaft" (Triumph of Science)
WAZ
Nr. 255
Manfred Krause
Das Essener Museum Folkwang zeigt Arbeiten des Fotorealisten Gottfried Helnwein
Es ist unmöglich, von Gottfried Helnwein nicht gefesselt zu sein. Vielleicht ist die Vokabel "schockiert" aber noch treffender. Denn die Bilder des Malers sind nur schwer zu ertragen und verlangen starke Nerven. Der Mensch in seinen leiblichen und seelischen Qualen, Verletzlichkeiten und Verstümmelungen tritt ungeschützt ins Blickfeld. Schnell entpuppt sich die oberflächliche Vermutung, daß da einer mit Entsetzten Scherz treibt, als falsch. Helnwein ist es bitter ernst, wie die Ausstellung von über 60 Arbeiten im Museum Folkwang Essen beweist, wenn er in die Abgründe menschlicher Existenz schauen läßt: ... +

Gottfried Helnwein :
MIZUE,Tokyo, Japan
季刊 夏 SUMMER 1989 No.951
Toshiharu Ito

伊藤俊治

黒い鏡 — ゴットフリート・ヘルンヴァインの世界
Artist of inner Turmoil.
Gottfried Helnwein's works from the 1980's are represented by the self-portraits in his "Black Mirror" series. However, these works reach far beyond the boundaries of the ordinary self-portrait. They reflect the inner wants and desperation which lies within the viewer's own self. Helnwein points out the new form of the modern self-portrait which involves the creator and viewer alike. ... +
Gottfried Helnwein, MIZUE, art magazine, Japan

Rhein-Zeitung
Helnwein gestaltet Bühnenbild zu "Ödipus"
Kresnik, der wieder mit dem in Burgbrohl lebenden Maler Gottfried Helnwein zusammenarbeitet, zeigt nicht die geringste Ehrfurcht vor Sophokles: Die Aufführung benutzt den König Ödipus, um gegen den Mythos vom unausweichlichen Leid und schuldlosen Jammer des Seins zu protestieren. ... +

Westdeutsche Allgemeine
Hans Jansen
Heidelberg: Johann Kresnik vollendet sein choreographisches Theater mit "Ödipus"
Kresnik und sein Bühnenbildner, der österreichische Maler Gottfried Helnwein, entwickeln für diese Sicht des Ödipus, dem die Erkenntnis der eigenen Schuld nicht Läuterung, sondern Fluch bringt, eine Ästhetik kunstvoll verschlüsselter Symbole. Aus fünf bühnenhohen Eisentüren, deren Riegel mit ohrenbetäubendem Lärm zuschlagen, kommen die mythischen Gestalten hervor, bilden lebende Skulpturen, lösen sich zum klassischen Pas de deux oder Pas de trois, ehe sie sich wieder, gleichsam von unsichtbaren Mächten getrieben, zu wild skandierenden Körperketten zusammenschließen. ... +

Rheinische Post
Hartmut Regitz
Choreographisches Theater: "Ödipus" von Kresnik in Heidelberg
Der szenische Anteil des österreichischen Malers ist ganz offensichtlich. Wie schon beim "Macbeth" vor einem Jahr hat Helnwein Bild- und Kostümideen in das Choreographische Theater seines Landsmanns Johann Kresnik eingebracht, die dessen Stückchen eine neue und durchaus gegenwärtige Dimension geben. Das Spiel mit den Stahltüren, die Symbolik der ausgesuchten Farben, überhaupt die Konzentration auf starke Bildsignale wie Axt, Blutlaken, Tisch, Stuhl und Stock ermöglichen eine Dichte, die nicht alle Kresnik-Arbeiten der letzten Jahre besessen haben. ... +

Rhein-Neckar-Zeirung
"Helnwein - Der Untermensch" wurde als eines der schönsten Bücher des Jahres 1988 ausgezeichnet. ... +
Gottfried Helnwein, "Der Untermensch", Edition Braus

Gottfried Helnwein : Neunter November Nacht
Frankfurter Allgemeine Zeitung
moen
Hinter dem Dom hatte kürzlich der Maler Gottfried Helnwein zur Erinnerung an die sogenannte Reichskristallnacht siebzehn bleich geschminkte Riesenportaits von Kinderköpfen aufgestellt.
Die von Maler beabsichtigte "rassische" Ähnlichkeit der Kinder mit jenen Bevölkerungsgruppen, die damals von den Nazis verfolgt wurden, besass eine vergleichbare Evidenz des Zufalls wie die Geistertöne aus Graz.
Unbekannte fühlten sich angesprochen.
Sie haben jetzt die Bilder mit Messern traktiert und den abgebildeten Kindern buchstäblich die Kehle duchgeschnitten. Erst durch die Zerstörung seines Werks nimmt Helnweins Aussage Gestalt an.
Bill Fontanas Mikrophone hätten in dieser Kölner Nacht das aufzeichnen können, was sie in Graz vergeblich suchten. ... +
Gottfried Helnwein, Neunter November Nacht, Installation at Museum Ludwig

Kölner Kulturberichte
Helnweins Bilder bei Koppelmann und am Museum
Parallel zur Ausstellung hat Helnwein im Fußgängerbereich zwischen Hauptbahnhof und Museum Ludwig eine 100 Meter lange Bilderstraße installiert. Das Projekt "Neunter November Nacht" nimmt die sogenannte Reichskristallnacht von 1938 zum Anlaß, an den Wahnsinn und die Grausamkeit der faschistischen Ideologie zu erinnern. Die Passanten werden mit überlebensgroßen Kindergesichtern konfrontiert, die in endloser Reihe wie zur Selektion aufgestellt sind. Kunst tritt hier, mit einem eindeutigen politischen Anspruch im öffentlichen Raum auf. (Galerie Koppelmann, Friesenplatz 23, Di - Fr 14.30 -19, Sa 11-14 Uhr, bis 30. 10., Vorplatz Museum Ludwig, bis 9.11). ... +

Gottfried Helnwein : Selektion - Ninth November Night
Kölner Stadtanzeiger, Cologne
hue
Gottfried Helnwein’s photography project “Ninth November Night," a spectacular work of art that recalls the destruction of the synagogues during the so-called “Reichskristallnacht,” was itself the target of an attack.
On Monday night an unknown person destroyed all seventeen child portraits with knife slashes. The portraits had been set up between the Museum Ludwig and the Dome of Cologne.
Helnwein had financed the project himself. ... +
Gottfried Helnwein, PORTRAITS DESTROYED BY KNIVES

Gottfried Helnwein : Neunter-November-Nacht
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Roland Mischke
Helnwein-Installation between Cologne Cathedral and Ludwig Museum
The lane of pictures between Ludwig Museum and the Dome of Cologne is one hundred meters long. Each panel is 4 meters high. There are thousands of people daily passing by the rear platform of the cathedral and by far the majority of them, only accustomed to the language of billboard-advertising, are baffled, indignant and shocked at the pale children’s faces, printed on large sheets of vinyl. The city council and museums of Cologne receive dozens of calls daily, finding themselves forced into a position of explanation and justification.
The Installation had barely been set up, when the first damage occurred: At night the large-sized child portraits, which had been made to appear distorted and old by the use of makeup, were slashed with knives; one picture was stolen. ... +
Gottfried Helnwein, "Ninth November Night", Installation between Ludwig Museum and the Dome of Cologne.


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