Helnwein ( presse )
NEWSARTISTWORKSTEXTSPRESSCONTACT


Prinz
Kathrin Niemeyer
DIE HÖLLENMASCHINE
Hamletmaschine von Heiner Müller mit Helnwein, Hof und Les Tambours du Bronx
Es herrscht Krieg zwischen den Menschen. Die Sprache wird zur Waffe. Die deutsch-französische Koproduktion "Hamletmadchine" ist eine Expedition in ein modernes Inferno.
Heiner Müllers Stück über die gesellschaftliche Legitimation von Gewalt, einen zerrissenen Weltflüchtlimg namens Hamlet, eine ihren Hass herausbrüllende Ophelia (Opernsängerin Claudia Dennighaus) als verstörende Endzeitvision. Regie führt Gert Hof, der ehedem der DDR ihr erstes Rockspektakel mit der Band Pankow schenkte - das vom Kulturministerium höchstpersönlich abgesetzt wurde - und viele Projekte mit Blixa Bargeld und den Einstürzenden Neubauten verwirklichte. Das Ensemble des "Exorzismus eines Alptraums" ist die französische Kultband Les Tambours du Bronx.
Bühnenbild und Kostüme schuf Popartist und malendes Enfant Terrible Gottfried Helnwein. Hof will kein verschrobenes Intellektuellentheater machen. Er verspricht eine "Performance der Sinnne. Ein Triptychon aus Musik, Malerei und Licht."

Gottfried Helnwein : Helnwein Exhibition in the Russian Museum
Kommersant Daily
Russia

Frontpage

Gottfried Helnwein- Retrospective in the State Russian Museum, St Petersburg ... +

Gottfried Helnwein : Child 6
Emma
Cologne
Alice Schwarzer
cover art: Gottfried Helnwein
... +

Gottfried Helnwein : Lucky Devil
The Japan Times
Loren Edelson
The Gottfried Helnwein seen on the poster advertising his show and the Gottfried Helnwein viewed in person seem to be a study in contradictions. With his head bandaged and eyes literally pierced by two forks, the poster Helnwein shatters glass with his seemingly torturous cries. In person, Helnwein's taut skin is unblemished; his personality, approachable and warm. But as he begins to talk, it becomes clear that he is indeed the creator of the madman. ... +

Gottfried Helnwein :
Kölner Stadt Anzeiger
Lothar Deeg
Peter Ludwig schenkte Museum Helnwein-Bilder
"Anna aus, ich glaube, Kiel", war die unübersehbare Hauptfigur bei der Eröffnung der Ausstellung des österreichischen Malers Gottfried Helnwein im Russischen Museum in Sankt Petersburg.
Wenn Kunst aus dem Westen den Weg nach Russland findet - um dort zu bleiben -, stehen zwei den Petersburgern inzwischen wohlbekannte Namen dahinter:
Irene und Peter Ludwig, die dem Russischen Museum wieder eine Schenkung gemacht haben.
Mit jeder seiner exakt gezeichneten Hautporen und jeder Wimper ist dieses Kind Subjekt - und nicht nur einfach Objekt für einen Maler, der Gigantismus mit Detailversessenheit kombiniert.
"Menschlichkeit im Riesenmass", interpretierte Ludwig das Bild. ... +

Die Woche
Berlin
Katja Hertin
An seinen Bildern kommt man nicht so leicht vorbei. Mit schockierender Präzision zeit Gottfried Helnwein die Folgen von Gewalt. Jetzt präsentiert die Kulturbrauerei den Künstler im Doppelpack: Am Sonntag beginnt eine Ausstellung in der Galerie im Pferdestall. Am gleichen Tag hat im Kesselhaus das Theaterstück "A und K" Premiere, zu dem Helnwein das Bühnenbild entworfen hat. ... +

Gottfried Helnwein : Interview with Gottfried Helnwein
Inter Communication,Japan
No.20 Spring 1997
by Toshiharu Ito
TOKYO

Interview with Gottfried Helnwein
Interviewer: ITO Toshiharu
Translation: ENDO Tohru
ゴットフリート・ヘルンヴァイン インタビュー
インタヴュアー: 伊藤俊治
遠藤徹 訳 ... +

Graphis
Number 290 March/April 1994 (Volume 50)
Cover story
Cover: "Kindskopf" ("Head of a Child"), photography by Gottfried Helnwein
He increasingly used photography, a medium that had accompanied his artistic work from the beginning. Initially employed for documentary purposes, it developed dynamics of its own. While in his paintings, Helnwein showed an unparalleled photographic sophistication to render his artistic concepts as realistically as possible, his photographic works used often minuscle changes in light and camera setting to merge the different realities of the visable and invisable. ... +

SonntagsZeitung
Zürich
Brigitte Ulmer
Gottfried Helnwein: Provozierende Bilder gegen die Verdrängung
Helnwein verdrängt nicht, sondern setzt sich mit dem Wahnsinn auseinander. Er engagiert sich für den Rüstungsabbau, für ökologisches Bewusstsein und betreibt Vergangenheitsbewältigung. Wie zum Beispiel mit der riesigen Installation vor dem Museum Ludwig in Köln (ab nächster Woche in Lausanne zu sehen), die er zum Gedenken an die Reichskristallnacht vor zwei Jahren anfertigte und selber finanzierte. Auf der vier Meter hohen und hundert Meter langen Bilderstrasse waren Kindergesichter wie zur (KZ-)Selektion aufgereiht. "Ich wollte vor Augen führen, wie menschenverachtend das ist."
Seine Kunst als Beitrag zur Aufarbeitung der Geschichte, der Auseinandersetzung mit der Welt, in der wir leben. Helnwein sieht darin eine wichtige Funktion des Künstlers, nimmt Goya zum Vergleich, der sich mit den Greueln des Krieges auseinandersetzte, Shakespeare, in dessen Dramen "ein einziges Schlachten und Baden im Blut" sei: "Das machte er nicht, weil er zynisch ist, im Gegenteil. Er war sensibler und weniger fähig, das zu verdrängen, war weniger resigniert." Gerade weil Helnwein nicht bereit ist zu verdrängen und offenlegt, was Viele nicht sehen wollen, entrüstet er das Bürgertum. ... +

Gottfried Helnwein : der schöne Schrecken
Basler Magazin
Christian Scholz
Kunst im 20. Jahrhundert
Nach 1945 trumpft die Kunst umfänglich erst wieder mit der 68er Bewegung schockierend auf. Etwa in der Pop-Art. Etwa mit den Bildtafeln eines Roy Lichtensteins. Seine Arbeiten, wie auch die anderer Pop-Artisten, tendieren indes zu einer Ästhetisierung des Schreckens. Zitatförmig nimmt Lichtenstein etwa Comic-Motive vom Krieg auf. Doch die Darstellung oszilliert zwischen Wohlgefallen an der Szenerie und Kritik an der Szenerie. Ähnlich ambivalent erscheinen die zahlreichen Drucke von Andy Warhol zum Thema "Kennedy-Mord".
Der wirkliche Schrei, Signum einer Vorkriegsepoche, taucht nicht mehr auf. Ausnahme von der Regel sind die Werke von Gottfried Helnwein. Sie zielen nochmals auf die Scham- und Peinlichkeitsschwelle. Oder sie machen aus dem täglichen Schrecken im Fernsehen ein formatfüllendes Standbild, ("Das Wunder I", 1980, "Das Lied I", 1981). ... +
Otto Dix, Pablo Picasso, Gottfried Helnwein, Roy Lichtenstein, Salvador Dali


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